Der Buchladen in der Oxford Street in Sydney war eine wahre Fundgrube für True Crime Bücher, zerlesene Polizei-Magazine und irgendwelche Biografien, die wahrscheinlich niemals Bestseller geworden waren. Nie konnte an ich diesem düsteren Laden mit den grün gestrichenen Regalen vorbeigehen, ohne nicht mit einem Stapel Bücher herauszukommen. Dort stieß ich auf die Geschichte von David und Catherine Birne, auch die Moorhouse Murders genannt. In den 1980er Jahren entführten, vergewaltigten und töteten sie in Westaustralien junge Frauen, die sie mal auf dem Schrottplatz, mal auf der Straße trafen – oder ihnen angeblich bei einer Autopanne weiterhelfen wollten. Gefasst wurden sie nachdem ihr letztes Opfer, eine Siebzehnjährige, fliehen und der Polizei die Adresse nennen konnte. Das Ehepaar bekam viermal lebenslänglich. David erhängte sich schließlich in seiner Zelle. Catherines Anträge auf Bewährung wurden allesamt abgelehnt. Sie ist noch immer in Haft.