… mit einer Entdeckungsreise im Kanu durch die kanadische Wildnis. Da war ich sieben und weil ich unbedingt dieses Abenteuerbuch weiterlesen wollte habe ich mich durch volle 120 Seiten durchgekämpft. Von da an stand für mich fest: Ich werde Expeditionsleiterin oder Schriftstellerin. Als ich mir eingestehen musste, Angst vor Spinnen und Krokodilen zu haben, weder in tiefe Tiefen tauchen noch in schwindelnde Höhen klettern zu können, blieb nur die Schriftstellerei. Allerdings verlangte die Recherchen. Und da mir nichts anderes einfiel, als über gefährliche Abenteuer in Australien und menschliche Abgründe zu schreiben, musste ich wirklich dorthin. Musste in eine klapprige, einmotorige Maschine steigen und auf eine Farm  im weiten Outback fliegen. Natürlich gab’s dort giftige Spinnen und Schlagen, immerhin keine Krokodile. Wieder zuhause schrieb und schrieb ich, packte dann mein Manuskript in eine Edeka-Plastiktüte und ging arglos auf die Frankfurter Buchmesse.  Nach drei mitleidigen Neins verließ mich der Mut. Aber so schnell gab ich nicht auf. Ich beschloss eine andere Taktik. Schnell kopierte ich ein Booklett mit Outback- Foto zusammen und ließ es in der Agentenhalle bestimmten Agenten aushändigen. Es klappte. Schon am Abend bekam ich den ersten Anruf. Die Enttäuschung war groß: Die Geschichte sei zwar vielversprechend, aber da müsste ein Handlungsstrang raus. Da konnte ich nicht zustimmen. Drei Wochen später klappte es wirklich. Und Outback wurde der Auftakt einer Krimiserie um den Brisbaner Detective Shane O’Connor.